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Hygiene am Arbeitsplatz

Hygiene am Arbeitsplatz ist weit mehr als regelmäßiges Putzen: Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeitenden, sorgt für Ordnung und klare Strukturen im Arbeitsalltag und verhindert, dass Schmutz, Keime oder Schadstoffe über Arbeitskleidung, Werkzeuge oder gemeinsam genutzte Bereiche weitergegeben werden. Doch wie gut sind Ihre Abläufe im Betrieb organisiert, um Arbeitskleidung, Umkleideräume und gemeinsam genutzte Bereiche hygienisch zu halten?

In diesem FAQ erfahren Sie, welche gesetzlichen Vorgaben gelten, wie Sie Arbeitskleidung richtig trennen, Schwarz-Weiß-Prinzipien umsetzen und Schränke effizient nutzen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen einfachen Maßnahmen Sie Ihre Arbeitsplatzhygiene systematisch verbessern und ein sicheres, gut organisiertes Arbeitsumfeld schaffen können.

Warum ist Hygiene am Arbeitsplatz so wichtig?

Hygiene am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Faktor für Gesundheit, Sicherheit und Produktivität. In vielen Arbeitsumgebungen – etwa in Büros, Produktionshallen, Werkstätten, Laboren, Pflegeeinrichtungen oder Lagerbereichen – nutzen täglich viele Menschen dieselben Räume, Arbeitsmittel und Oberflächen. Dadurch können sich Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen leicht verbreiten. Klare Hygieneregeln und regelmäßige Reinigung sind daher besonders wichtig, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Werden grundlegende Hygieneregeln vernachlässigt, kann sich beispielsweise Erkältungs- oder Grippeviren schnell im gesamten Team ausbreiten. Regelmäßige Reinigung und ein bewusstes Hygieneverhalten der Mitarbeitenden tragen dazu bei, die Keimbelastung deutlich zu reduzieren.

Darüber hinaus bietet eine gute Arbeitsplatzhygiene weitere wichtige Vorteile:

  • Schutz der Mitarbeitergesundheit: Saubere Arbeitsplätze senken das Risiko von Infektionen. Durch regelmäßiges Reinigen und Desinfizieren von häufig genutzten Oberflächen, wie Türgriffe, Arbeitsflächen, Tastaturen oder Maschinen, wird verhindert, dass sich Krankheitserreger unkontrolliert verbreiten. Besonders relevant ist dies in Gemeinschaftsbereichen wie Pausenräumen, Umkleideräumen, Küchen, Sanitäranlagen oder Besprechungsräumen.
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben: In vielen Branchen gelten verbindliche Hygienevorschriften. Besonders im Lebensmittelbereich, in der Gastronomie in Laboren oder im Gesundheitswesen müssen Unternehmen bestimmte Hygienestandards erfüllen, etwa im Rahmen von Hygienekonzepten oder HACCP-Richtlinien. Die Einhaltung der Vorgaben schützt sowohl Mitarbeitende als auch Kunden und verhindert rechtliche Konsequenzen.
  • Höhere Produktivität: Eine gepflegte und strukturierte Arbeitsumgebung wirkt sich positiv auf die Motivation und Konzentration der Mitarbeitenden aus. Ordnung und Sauberkeit erleichtern den Arbeitsalltag und schaffen ein Umfeld, in dem Mitarbeitende effizienter arbeiten können.
  • Positiver Eindruck für Kunden und Geschäftspartner: Der Zustand von Arbeitsräumen sagt viel über ein Unternehmen aus. Saubere und gut organisierte Räumlichkeiten vermitteln Professionalität und Sorgfalt. Kunden, Besucher und Geschäftspartner nehmen diese Aspekte wahr und verbinden eine gepflegte Arbeitsumgebung mit der Qualität und Zuverlässigkeit des Unternehmens.
  • Nachhaltigkeit und Werterhalt: Regelmäßige Reinigung und Pflege verlängern die Lebensdauer von Möbeln, Böden und technischen Geräten. Unternehmen können dadurch langfristig Kosten reduzieren und Ressourcen schonen. Der Einsatz umweltfreundlicher Reinigungsmittel unterstützt zusätzlich ein nachhaltiges Betriebsmanagement.
  • Mehr Wohlbefinden im Arbeitsalltag: Eine saubere und strukturierte Arbeitsumgebung wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus und unterstützt die mentale Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Ein unordentlicher oder verschmutzter Arbeitsplatz kann Stress verursachen und die Konzentration beeinträchtigen.

Welche Vorschriften gelten für Hygiene am Arbeitsplatz?

Hygiene am Arbeitsplatz ist nicht nur eine Frage der Organisation, sondern auch gesetzlich geregelt. Verschiedene Gesetze, Verordnungen und technische Regeln verpflichten Arbeitgeber dazu, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten gewährleistet sind. Dazu gehören unter anderem klare Vorgaben zu Sauberkeit, Hygienestandards sowie geeigneten Sanitär- und Umkleidebereichen.

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Eine zentrale rechtliche Grundlage bildet das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Es verpflichtet Arbeitgeber, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Beschäftigten zu ergreifen und Arbeitsplätze entsprechend zu gestalten.

Nach § 4 ArbSchG müssen Unternehmen bei ihren Schutzmaßnahmen den Stand der Technik, arbeitsmedizinische Erkenntnisse sowie hygienische Anforderungen berücksichtigen. Zudem sind besondere Risiken für schutzbedürftige Personengruppen, beispielsweise Schwangere oder gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte, zu beachten.

In der Praxis bedeutet das: Arbeitsplätze müssen so organisiert sein, dass gesundheitliche Risiken – etwa durch mangelnde Hygiene oder unsaubere Arbeitsbereiche – möglichst vermieden werden. Arbeitgeber sind verpflichtet, entsprechende Maßnahmen zu planen, umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen.

Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)

Neben Gesetzen und Verordnungen spielen auch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) eine wichtige Rolle. Sie konkretisieren die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und geben praktische Hinweise zur Gestaltung sicherer und hygienischer Arbeitsplätze. Die ASR enthalten unter anderem Vorgaben zu:

  • Sanitärräume

  • Waschgelegenheiten

  • Toilettenanlagen

  • Umkleideräume

  • Reinigungsmöglichkeiten

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Die Einhaltung der ASR ist rechtlich nicht zwingend vorgeschrieben. In der Praxis gelten sie jedoch als wichtige Orientierung, da Unternehmen bei ihrer Umsetzung in der Regel davon ausgehen können, die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung zu erfüllen. Werden alternative Lösungen gewählt, müssen diese mindestens den gleichen Schutz für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleisten.

Branchenabhängige Anforderungen

Die konkreten Hygieneanforderungen unterscheiden sich je nach Branche und Arbeitsumgebung:

Büroumgebungen

In Büroumgebungen liegt der Fokus häufig auf der Sauberkeit gemeinschaftlich genutzter Bereiche wie Küchen, Aufenthaltsräume oder Sanitäranlagen. Regelmäßige Reinigung, ausreichende Waschmöglichkeiten und klare Hygieneregeln für Mitarbeitende tragen dazu bei, die Verbreitung von Mikroorganismen zu reduzieren.

Produktion und Werkstatt

In Produktionsbetrieben und Werkstätten sind die Anforderungen meist umfangreicher. Hier kommen oft festgelegte Reinigungs- und Wartungspläne, persönliche Schutzausrüstung sowie Maßnahmen zur Sauberhaltung von Maschinen, Werkzeugen und Arbeitsflächen zum Einsatz.

Labore

Labore unterliegen meist besonders strengen Hygiene- und Sicherheitsvorgaben. Je nach Tätigkeitsbereich sind hier unter anderem spezielle Schutzkleidung, kontrollierte Arbeitsabläufe, Desinfektionsmaßnahmen sowie eine strikte Trennung von Arbeits- und Probenbereichen erforderlich.

Lebensmittelverarbeitende Betriebe

Besonders hohe Hygienestandards gelten außerdem in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, in der Gastronomie sowie im Gesundheitswesen. In diesen Bereichen können bereits kleine Hygienemängel gesundheitliche Risiken für viele Menschen verursachen. Deshalb greifen hier zusätzliche Vorschriften wie Regelungen zur Lebensmittelhygiene oder branchenspezifische Hygienekonzepte.

Verantwortlichkeiten und Pflichten der Arbeitgeber

Aus diesen Regelungen ergeben sich konkrete Pflichten für Arbeitgeber: Sie müssen geeignete Maßnahmen ergreifen, um hygienische Arbeitsbedingungen sicherzustellen und Gesundheitsrisiken durch mangelnde Hygiene zu vermeiden. Dazu gehören insbesondere:

  • Bereitstellung geeigneter Reinigungs- und Hygienemittel
  • Erstellung klarer Reinigungs- und Hygienepläne
  • Unterweisung und Schulung der Mitarbeitenden zum richtigen Hygieneverhalten
  • regelmäßige Kontrollen der Hygienestandards
  • Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen

Ein strukturiertes Hygienekonzept hilft Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und dauerhaft hygienische Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Welche Risiken entstehen durch mangelnde Hygiene und Ordnung am Arbeitsplatz?

Fehlende Sauberkeit und mangelnde Ordnung am Arbeitsplatz können weitreichende Folgen für Gesundheit, Arbeitssicherheit und betriebliche Abläufe haben. Werden Hygienestandards vernachlässigt oder Arbeitsbereiche unübersichtlich organisiert, steigt das Risiko für Infektionen, Arbeitsunfälle und Störungen im Arbeitsprozess. Besonders in Betrieben mit vielen Mitarbeitenden oder gemeinsam genutzten Arbeitsbereichen ist eine konsequente Arbeitsplatzhygiene daher unverzichtbar. Im Folgenden einige typische Risiken, die durch unzureichende Hygiene und fehlende Ordnung entstehen können:

Kontamination und Gesundheitsgefahren

In vielen Arbeitsumgebungen nutzen Mitarbeitende dieselben Arbeitsflächen, Geräte, Maschinen oder Gemeinschaftsräume. Ohne regelmäßige Reinigung und Desinfektion können sich Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger schnell verbreiten.

Besonders betroffen sind gemeinsam genutzte Bereiche wie Küchen, Sanitäranlagen, Pausenräume, Besprechungsräume oder Arbeitsgeräte. Die Folgen reichen von Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen bis hin zu schweren Infektionen. Insbesondere in sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelverarbeitung, Gastronomie, dem Gesundheitswesen oder in Laboren kann mangelnde Hygiene sogar ernsthafte Gesundheitsrisiken verursachen. Gute Hygienestandards und regelmäßige Reinigung reduzieren dieses Risiko erheblich.

Arbeitsunfälle durch Unordnung

Auch Unordnung am Arbeitsplatz stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Herumliegende Gegenstände, unübersichtlich gelagerte Materialien oder blockierte Laufwege erhöhen die Gefahr von Stolpern, Stürzen und anderen Arbeitsunfällen.

Besonders in Werkstätten, Produktionsbereichen oder Lagern kann fehlende Struktur dazu führen, dass Werkzeuge und Materialien nicht schnell gefunden werden oder falsch gelagert sind. Ein klar organisierter Arbeitsplatz verbessert daher nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern unterstützt auch effiziente Arbeitsabläufe. Wie Sie die Arbeitssicherheit in Ihrem Unternehmen mithilfe der 5S-Methode verbessern, erfahren Sie in unserem Ratgeber "Kampf dem Chaos".

Kontamination durch falsch gelagerte Arbeitskleidung

Ein häufig unterschätztes Risiko entsteht, wenn Arbeitskleidung und Privatkleidung nicht getrennt aufbewahrt werden. Je nach Tätigkeit kann Arbeitskleidung mit Staub, Keimen, Chemikalien oder anderen Rückständen belastet sein.

Werden Arbeits- und Privatkleidung gemeinsam gelagert, können sich diese Verunreinigungen übertragen. In einigen Branchen besteht zudem die Gefahr, dass Schadstoffe oder Krankheitserreger unbeabsichtigt nach Hause getragen werden.

Um dies zu vermeiden, ist eine konsequente Trennung von Arbeits- und Privatkleidung wichtig. Diese verhindert nicht nur Kontaminationen, sondern sorgt auch für mehr Ordnung im Arbeitsalltag. In der Praxis wird dies häufig durch Garderoben- oder Materialschränke umgesetzt. Diese ermöglichen es, Arbeitskleidung, persönliche Kleidung und gegebenenfalls auch Arbeitsmaterialien getrennt voneinander aufzubewahren. Besonders bewährt haben sich Schränke mit getrennten Fächern oder zwei separaten Bereichen, die eine klare hygienische Trennung ermöglichen.

Solche Lösungen helfen Unternehmen dabei, hygienische Standards einzuhalten und gleichzeitig für eine übersichtliche und strukturierte Aufbewahrung zu sorgen.

Muss Arbeitskleidung getrennt von Privatkleidung aufbewahrt werden?

Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten für Arbeitskleidung bereitzustellen. Ob eine strikte Trennung von Arbeits- und Privatkleidung erforderlich ist, hängt von der Art der Tätigkeit und möglichen Hygienerisiken ab.

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 enthält konkrete Vorgaben für Sanitärräume. Dazu zählen nicht nur Toiletten, sondern auch Waschräume und Umkleideräume, die der Körperpflege und Hygiene der Beschäftigten dienen.

  • Keine oder geringe Verschmutzung: Bleibt die Arbeitskleidung während der Arbeit sauber und besteht kein Risiko, dass Haut oder Kleidung des Mitarbeitenden verschmutzt werden, kann Arbeitskleidung zusammen mit der Privatkleidung aufbewahrt werden.
  • Mögliche Verschmutzung oder Geruchsbelastung: Kommt die Arbeitskleidung regelmäßig mit Staub, Schmutz, Feuchtigkeit, Lebensmitteln, anderen Stoffen oder starker Geruchsbelastung in Kontakt, müssen getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten vorhanden sein. Dadurch wird verhindert, dass Verunreinigungen auf private Kleidung übertragen werden. Typische Branchen, in denen eine getrennte Aufbewahrung erforderlich ist, sind zum Beispiel Handwerk, Rettungsdienst, Feuerwehr, Pflege oder Lebensmittelbetriebe. In diesen Bereichen wird Arbeitskleidung häufig stärker beansprucht oder potenziell kontaminiert wird.

Sonderregelungen für Arbeits- und Schutzkleidung

Bei Tätigkeiten mit erhöhtem Kontaminationsrisiko gelten zusätzliche Vorschriften. Dazu zählen beispielsweise Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Labore oder die chemische Industrie. Hier greifen unter anderem die TRBA 250 (Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe) sowie die Biostoffverordnung (BioStoffV). Sie verpflichten Arbeitgeber dazu,

  • geeignete Arbeits- und Schutzkleidung bereitzustellen

  • diese getrennt von der Privatkleidung aufzubewahren

  • und eine regelmäßige Reinigung oder Aufbereitung sicherzustellen.

Kontaminierte Arbeitskleidung darf in solchen Bereichen nicht mit nach Hause genommen werden. Außerdem dürfen Pausen- oder Aufenthaltsräume nicht mit Schutzkleidung betreten werden, um eine Verschleppung von Keimen oder Schadstoffen zu vermeiden. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Arten von Kleidung unterschieden:

  • Arbeitskleidung ohne Schutzwirkung (z. B. Dienstkleidung oder Uniformen)

  • Schutzkleidung bzw. Persönliche Schutzausrüstung, die speziell vor Kontamination oder Gefährdungen schützt (z. B. Laborkittel, Schutzanzüge oder Overalls).

Ob Schutzkleidung erforderlich ist und welche Trennung der Kleidung umgesetzt werden muss, wird im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt. Dabei werden häufig auch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit einbezogen.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, Kontaminationen zu vermeiden, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und hygienische Arbeitsbedingungen sicherzustellen.

Wie wird Arbeitskleidung hygienisch gelagert?

Arbeitskleidung sollte so aufbewahrt werden, dass Kontaminationen vermieden und hygienische Standards eingehalten werden. Eine klare Trennung von sauberer Arbeitskleidung, verschmutzter Kleidung und Privatkleidung ist daher entscheidend.

In der Praxis werden dafür häufig Garderoben-, Umkleide- oder Materialschränke eingesetzt. Sie ermöglichen eine strukturierte Aufbewahrung und sorgen dafür, dass Schmutz, Keime oder Gefahrstoffe nicht auf saubere Kleidung oder andere Bereiche übertragen werden.

Besonders bewährt haben sich Schränke mit getrennten Fächern oder zwei Abteilen, die eine hygienische Trennung nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip unterstützen. So können Arbeitskleidung, Privatkleidung und persönliche Gegenstände übersichtlich und getrennt gelagert werden.

Neben der Hygiene verbessern solche praktischen Aufbewahrungslösungen auch die Ordnung am Arbeitsplatz, erleichtern den Kleidungswechsel und unterstützen sichere und effiziente Arbeitsabläufe im Betrieb.

Was bedeutet Schwarz-Weiß-Trennung?

Die Schwarz-Weiß-Trennung ist ein wichtiges Hygienekonzept zur sicheren Aufbewahrung von Arbeitskleidung in Branchen mit erhöhtem Verschmutzungs- oder Kontaminationsrisiko.

Dabei wird potenziell verschmutzte Arbeitskleidung („schwarz“) strikt von sauberer Privatkleidung („weiß“) getrennt. Ziel ist es, zu verhindern, dass Keime, Schmutz oder Schadstoffe auf private Kleidung oder saubere Bereiche übertragen werden.

Grundlage hierfür ist unter anderem die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), die geeignete Umkleidemöglichkeiten und hygienische Aufbewahrungssysteme fordert. Die Trennung kann räumlich – etwa durch getrennte Umkleidebereiche – oder durch Spinde mit getrennten Fächern erfolgen. In besonders sensiblen Bereichen werden zusätzlich Umkleideschleusen eingesetzt, die den Kleidungswechsel klar strukturieren.

Einsatzbereiche

Schwarz-Weiß-Systeme werden vor allem dort eingesetzt, wo besonders hohe Hygiene- und Sicherheitsanforderungen gelten, zum Beispiel in:

  • Lebensmittelverarbeitung

  • Gesundheitswesen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

  • Pharma- und Chemieindustrie

  • Laboren und Elektronikfertigung

  • Feuerwehr sowie bestimmten Bereiche der Schwerindustrie

Praktische Umsetzung

Spindlösungen: Zur Umsetzung der Schwarz-Weiß-Trennung werden häufig Doppelspinde oder Umkleideschränke mit Trennwand eingesetzt. Belüftete Türen oder Lochbleche sorgen zusätzlich für Luftzirkulation und unterstützen die Trocknung der Kleidung.

Zubehör und Ausstattung: Ergänzende Ausstattung kann die Hygiene und Organisation weiter verbessern. Beschriftungen oder Spind-Etiketten erleichtern die Zuordnung der Fächer. Auch konstruktive Details wie Sockel, untergebaute Sitzbänke oder Schrägdächer sind in vielen Betrieben sinnvoll:

  • Ein Sockel verhindert Schmutzablagerungen unter dem Schrank.

  • Eine Sitzbank erleichtert das Wechseln von Arbeits- oder Sicherheitsschuhen.

  • Ein Schrägdach reduziert Staubablagerungen und erleichtert die Reinigung der Spinde.

So unterstützen Umkleideschränke und Spindsysteme die hygienische Trennung von Arbeits- und Privatkleidung und tragen gleichzeitig zu Ordnung, Sicherheit und effizienten Abläufen im Betrieb bei.

Welche Anforderungen gelten für Umkleideräume im Betrieb?

Wenn Beschäftigte Arbeits- oder Schutzkleidung tragen müssen, sind Arbeitgeber verpflichtet, geeignete Umkleidemöglichkeiten bereitzustellen. Diese Pflicht ergibt sich aus der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV §4 Abs. 3). Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1) konkretisieren die Anforderungen an Ausstattung und Gestaltung von Umkleideräumen.

Wichtige Mindestanforderungen sind:

  • Geschlechtertrennung: Umkleideräume müssen getrennt für Männer und Frauen eingerichtet sein oder eine getrennte Nutzung ermöglichen.

  • Ausreichend Platz und Sichtschutz: Die Räume müssen ausreichend groß, gut erreichbar und sichtgeschützt sein. Zudem muss genügend freie Bodenfläche vorhanden sein, damit sich Beschäftigte ungehindert umkleiden können.

  • Sitzgelegenheiten und abschließbare Spinde: Für das Umkleiden müssen Sitzgelegenheiten vorhanden sein. Außerdem müssen Beschäftigte ihre Kleidung in abschließbaren und belüfteten Spinden aufbewahren können.

  • Trennung von Arbeits- und Privatkleidung: Wenn Arbeits- oder Schutzkleidung stark verschmutzt oder kontaminiert sein kann, muss sie getrennt von der privaten Kleidung aufbewahrt werden wie beispielsweise durch zwei getrennte Umkleideräume, ein Schleusensystem oder Spinde mit getrennten Fächern oder Trennwänden.

Weitere Empfehlungen für hygienische Umkleideräume
Zusätzlich sind eine ausreichende Belüftung, hygienische Reinigung und eine praktikable Raumaufteilung wichtig, insbesondere in Betrieben mit Schichtbetrieb oder vielen Beschäftigten.

Welche Maßnahmen kann man für bessere Hygiene im Betrieb ergreifen?

Ein sauberer und gut organisierter Arbeitsplatz schützt Mitarbeitende, Kunden und Arbeitsmittel. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich die Hygiene im Betrieb effektiv verbessern:

  • Regelmäßige Reinigung: Sanitärräume, Küchen und Arbeitsflächen sollten täglich gereinigt werden. Häufig genutzte Oberflächen wie Tastaturen, Telefone, Türgriffe oder Schreibtische sollten zusätzlich regelmäßig desinfiziert werden. Eine professionelle Unterhaltsreinigung kann dabei helfen, die Betriebshygiene konsequent umzusetzen.

  • Arbeitskleidung hygienisch lagern: Arbeitskleidung sollte getrennt von Privatkleidung aufbewahrt werden, idealerweise nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip. Geeignete Umkleideschränke oder Spinde für Arbeitskleidung verhindern, dass Schmutz oder Keime auf saubere Kleidung übertragen werden. Zusätzlich sollte Arbeits- und Schutzkleidung regelmäßig gewechselt und gereinigt werden, etwa über interne Wäschesysteme oder externe Reinigungsdienste.

  • Hygienemittel bereitstellen: Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Papierhandtücher und Waschmöglichkeiten sollten gut sichtbar und leicht erreichbar sein. Hinweisschilder zum richtigen Händewaschen und Infektionsschutz unterstützen ein hygienisches Verhalten im Arbeitsalltag.

  • Lüftung und Luftqualität verbessern: Regelmäßiges Stoßlüften oder der Einsatz von Luftreinigern reduziert Keime in der Raumluft und verbessert die Luftqualität in Innenräumen.

  • Ordnungssysteme etablieren: Arbeitsmittel, Materialien und persönliche Gegenstände sollten klar in dafür vorgesehenen Materialschränken organisiert und gekennzeichnet sein. Beschriftungen oder Spind-Etiketten erleichtern die Zuordnung und verhindern Verwechslungen.

  • Mitarbeitende sensibilisieren: Schulungen zu Händehygiene, Kleidungswechsel, Umgang mit Arbeitskleidung und Verhalten bei Krankheit helfen, Hygieneregeln im Betrieb konsequent umzusetzen.

  • Ausstattung regelmäßig prüfen: Spinde, Türen, Schlösser und Ablagen sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, damit sie dauerhaft hygienisch genutzt werden können.

Kurz gesagt: Die Kombination aus klaren Ordnungssystemen, durchdachten Reinigungs- und Wartungskonzepten sowie geschulten Mitarbeitenden ist der effektivste Weg, um Hygiene am Arbeitsplatz langfristig sicherzustellen.

Zusätzliche Maßnahmen in sensiblen Bereichen
In Branchen mit besonders hohen Hygieneanforderungen – wie Lebensmittelproduktion, Laboren oder im Gesundheitswesen – kommen häufig weitere Maßnahmen zum Einsatz, zu Beispiel Hygieneschleusen oder getrennte Umkleidebereiche, die einen kontrollierten Wechsel von Kleidung und Arbeitsbereichen ermöglichen.

Welche Rolle spielen Schränke für die Arbeitsplatzhygiene?

Material- und Garderobenschränke sind wichtige Elemente für eine funktionierende Hygiene am Arbeitsplatz. Sie schaffen Ordnung, ermöglichen eine sichere Aufbewahrung von Kleidung und Arbeitsmitteln und helfen dabei, Kontaminationen zu vermeiden.

  • Trennung von sauberer und verschmutzter Kleidung: Speziell konzipierte Schwarz-Weiß-Spinde ermöglichen die getrennte Aufbewahrung von Arbeits- und Privatkleidung. So werden Kontaminationen effektiv verhindert.
  • Sichere Aufbewahrung von Arbeitsmitteln: Material- und Wäscheschränke bieten einen geschützten Platz für Werkzeuge, Arbeitskleidung, Reinigungsmittel oder persönliche Gegenstände. Eine strukturierte Aufbewahrung reduziert Verschmutzungen, verhindert Fehlplatzierungen und erleichtert den Arbeitsalltag.
  • Struktur und Organisation im Betrieb: Klare Fächer, Trennwände oder Beschriftugnen an Spinden verbessern die Übersicht und verhindern Verwechslungen. Das unterstützt effiziente Arbeitsabläufe und sorgt für mehr Ordnung in Umkleide- und Arbeitsbereichen.

Materialien und Bauweise:
Viele Umkleideschränke und Spinde bestehen aus robustem Stahl. Diese Bauweise ist besonders langlebig, widerstandsfähig und leicht zu reinigen. Stahlspinde sind daher eine bewährte Lösung für Umkleideräume, Werkstätten oder Garderobenbereiche, in denen hohe Hygieneanforderungen gelten.

Platzsparende Doppelspinde:
In Betrieben mit begrenztem Platzangebot bieten doppelstöckige Spinde eine praktische Lösung. Sie ermöglichen mehreren Personen die Nutzung auf kleiner Fläche und trennen Straßen- und Arbeitskleidung in separate Fächer oder übereinander angeordnete Abteile. Dadurch eignen sie sich besonders für Pflegeeinrichtungen, Unternehmen mit Schichtbetrieb oder Einrichtungen mit wechselnden Nutzern.

Passende Produkte für mehr Hygiene am Arbeitsplatz

Kleiderspinde

Für die hygienische Trennung und Ordnung von Arbeits- und Privatkleidung in Umkleidebereichen.

Wäscheschränke und Putzmittelschränke

Platzsparende Unterbringungsmöglichkeit für Reinigungsgeräte und Reinigungsutensilien.

Materialschränke

Für Ordnung und die sichere Aufbewahrung von Werkzeugen und anderen Materialien.

Hygieneartikel

Hygienepapier und Desinfektionsmittel für erstklassige Sauberkeit und Komfort und Schutz.

Luftreiniger

Zur Verbesserung der Luftqualität und wirksamen Reduzierung der Belastung durch Keime, Bakterien und Viren in Innenräumen.

Hinweisschilder

Hinweisschilder zum richtigen Händewaschen und Infektionsschutz unterstützen ein hygienisches Verhalten im Arbeitsalltag.

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