Explosionen effektiv vermeiden: Ihr Einstieg in den Ex-Schutz

Explosionen effektiv vermeiden: Ihr Einstieg in den Ex-Schutz

Explosionsschutz kann in allen Branchen schnell zum Thema werden: Denn viele Gefahrstoffe, mit denen tagtäglich umgegangen wird, bergen ein entsprechendes Gefahrenpotential. Dazu gehören entzündbare Flüssigkeiten wie Lacke oder Lösemittel sowie deren Dämpfe – aber auch aufgewirbelte brennbare Stäube. Egal ob Verarbeitung, Beförderung oder Lagerung: Zum Schutz von Mitarbeitern und Anlagen sind die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie für Ihren Einstieg in das Thema Ex-Schutz wissen müssen. Unter anderem steht Ihnen einer unserer Experten für Explosionsschutz im Interview Rede und Antwort. Unsere Infografik zeigt Ihnen ganz "kurz und knackig" die wichtigstens Basics zum Thema Explosionen und wie man sich vor ihnen schützen kann. Darüber hinaus geben wir Ihnen einen Überblick über einige unverzichtbare Produkte für die Sicherheit im Ex-Bereich.

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Das Experteninterview zum Thema Ex-Schutz

Was sind häufige Fehlerquellen beim Thema Ex-Schutz? Welche Richtlinien und Betreiberpflichten müssen berücksichtigt werden? Und was muss man bei der Einteilung der Ex-Zonen beachten? Bastian Bröhenhorst ist DENIOS Experte für das Thema Explosionsschutz und beantwortet diese sowie weitere häufig gestellte Fragen im Interview. Sehen Sie sich jetzt das Video an oder lesen Sie das komplette Interview zum Ex-Schutz weiter unten nach.

Herr Bröhenhorst, wo liegen die Unsicherheiten beim Thema Ex-Schutz?

Ein ganz wichtiger Punkt beim Explosionsschutz ist es, den Leuten die Angst zu nehmen. Es geht nicht um normale kleine Betriebsunfälle wie zum Beispiel einen Schnitt mit dem Messer. In dem Moment, wo es zu einer Explosion kommt, sind die möglichen Folgen schon verheerend und können dann auch zum Tode führen. Daher ist die Angst der Leute oft so groß, dass sie sich nicht aktiv mit dem Thema beschäftigen. Man schiebt das Thema Ex-Schutz von einem auf den anderen und keiner will es genau betrachten. Daraus entstehen wiederum hohe Risiken. Dabei gibt es genug Richtlinien, Hilfestellungen und Experten, die einen sicher durch dieses Problem führen.

Wie entsteht eine Explosion?

Eine Explosion entsteht, indem drei Komponenten vorhanden sind: Sauerstoff, ein brennbarer Stoff und eine Zündquelle. Wenn ein Zündfunke entsteht und auf ein Gemisch aus Sauerstoff und brennbarem Stoff (Gase oder Stäube) trifft, kommt es zur Explosion. Ganz wichtig dabei ist das Mischungsverhältnis zwischen Sauerstoff und brennbarem Stoff. Wenn zu viel Sauerstoff vorhanden ist und ganz wenig von dem brennbaren Stoff, wird es zu keiner Explosion kommen, weil die Konzentration des brennbaren Stoffes viel zu gering ist. Andersherum, wenn die Luft komplett mit dem brennbaren Stoff gesättigt ist und man keinen Sauerstoff hat, kommt es ebenfalls zu keiner Explosion. Man beschreibt das mit unterer und oberer Explosionsgrenze. Das Mischungsverhältnis kann man auch nutzen, um eine Explosion zu verhindern. Das heißt, man sorgt entweder für sehr viel Sauerstoff oder für eine Übersättigung des brennbaren Stoffes.

Explosion

Welche Richtlinien müssen beim Ex-Schutz berücksichtigt werden?

Fangen wir aus unserer Richtung an, also die des Herstellers und Inverkehrbringers: Eine wichtige Grundlage ist hier die ATEX Produktrichtlinie 2014/34/EU, die in der europäischen Union harmonisiert wurde. Diese ATEX Produktrichtlinie sagt aus, wie Produkte konstruiert und entwickelt werden müssen, damit Sie in Ex-Bereichen eingesetzt werden dürfen. Gerade im Bereich Entwicklung ist das Thema ATEX tief in unseren Prozessen verankert. Das heißt, wir fangen damit schon an, während wir die ersten Entwürfe machen – sogar noch eher. Schon während wir die Lastenhefte erstellen, sprechen wir mit unserem Produktmanager sowie mit dem Vertrieb und fragen, ob das neue Produkt für Ex-Bereiche ausgelegt werden soll. In dem Moment wissen unsere Leute ganz genau, was sie machen und worauf sie in der Konstruktion achten müssen. Als kleine Hilfestellung haben wir uns Vorlagen gemacht, sozusagen eine Checkliste, die wir durchgehen. Dabei ganz wichtig: Es wird in diesem Zuge auch eine Zündquellenanalyse gemacht. Das heißt, wir prüfen sehr systematisch, ob unser Produkt eine Zündquelle hat. Auch dafür gibt es mehrere Vorlagen. Wenn man das strukturiert macht, dann kann man sich auch sehr sicher sein, dass keine Zündfunken durch das Produkt erzeugt werden.

Das war jetzt aber der Bereich, der uns betrifft. Interessant wird es ja auch für den Kunden auf der anderen Seite. Hier gibt es die ATEX Betriebsrichtlinie 1999/92/EG. Der Betreiber ist erst einmal verantwortlich, ein Explosionsschutzdokument zu erstellen. Das heißt, er muss unter anderem eine Gefährdungsbeurteilung machen. Er muss prüfen, wo setze ich das Produkt ein, was kann dort passieren, wer befindet sich in diesem Bereich und wie geschult sind diese Leute. Der Betreiber erstellt also das Explosionsschutzdokument, er macht darin eine Gefährdungsbeurteilung und – was besonders wichtig ist – er überlegt sich darauf aufbauend ein Schutzkonzept. Was kann er dafür tun, dass Arbeitnehmer und Anwender vor Explosionen geschützt sind? Auch das muss im Explosionsdokument aufgeführt werden.

Welche Maßnahmen können zum Explosionsschutz getroffen werden?

Es gibt drei Schritte, die man dabei beachten sollte. Der erste Schritt: Man sollte dafür sorgen, dass keine explosionsfähige Atmosphäre vorherrscht. Also das Mischverhältnis zwischen Sauerstoff und Brennstoff so beeinflussen, dass es zu keiner Explosion kommen kann. Man muss aber auch sagen, dass dieser erste Schritt gleichzeitig auch der schwierigste ist. Wenn ich Gefahrstoffe lagere, dann lagere ich sie, weil ich sie brauche. Und dann entsteht automatisch eine explosionsfähige Atmosphäre. Das heißt, man kann vielleicht noch dafür sorgen, dass das Mischungsverhältnis verändert wird. Wir machen dies in unseren Raumsystemen zum Beispiel, indem wir eine technische Lüftung einbauen.

Der nächste Schritt wäre, eine wirksam werdende Zündquelle zu verhindern. Das heißt, wenn eine explosionsfähige Atmosphäre besteht, aber keine Zündquelle vorhanden ist, kann auch vorerst einmal nichts passieren. Wenn dies nicht funktionieren sollte, wäre der dritte Schritt, die Explosion auf ein unbedenkliches Maß einzugrenzen. Das ist jetzt schon sehr speziell und damit wird wahrscheinlich nicht jeder sofort etwas anfangen können. Ein Beispiel dafür wäre das Thema Druckentlastung. Man hat ein Raumsystem und darin eine explosionsfähige Atmosphäre. Dort könnte also irgendwann etwas passieren. Wir sorgen dann über Druckentlastungsklappen dafür, dass sich der Druck einer Explosion gezielt in eine Richtung abbaut. Diese Druckentlastungsklappen sind auf den Dächern von Raumsystemen angebracht, wo in der Regel niemand zu Schaden kommen kann. Andersherum, wenn es diese Druckentlastungsklappen nicht gäbe, ist vielleicht das schwächste Glied die Tür. Sollte bei einer Explosion die Tür aufschlagen, sind Personen, die sich hier aufhalten, äußerst gefährdet. Somit kann der Einbau einer Druckentlastungsklappe im Dachbereich eine wichtige Maßnahme sein.

Man muss sich also schon Gedanken darüber machen, welche Wege möglich und sinnvoll sind. Nochmal die drei Punkte: Man versucht erst einmal, die Bildung explosionsfähiger Atmosphäre zu verhindern. Als zweites versucht man, wirksame Zündquellen zu vermeiden. Und als drittes, wenn diese zwei ersten Punkte wirklich gar nicht zu verhindern sind, versucht man, die Explosion auf ein unbedenkliches Maß zu reduzieren oder einzuschränken.

Sebastian Bröhenhorst
Zoneneinteilung

Was muss man zur Einteilung von Ex-Zonen wissen?

Der Begriff Zoneneinteilung spielt im Bereich ATEX eine wichtige Rolle. Zoneneinteilung heißt, dass man den Bereich, in dem explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, bewertet und einstuft. Man unterteilt hier in drei verschiedene Ex-Zonen. Diese sind folgendermaßen aufgeteilt: Direkt in dem Bereich des Gefahrstoffes, wo eine explosionsfähige Atmosphäre vorherrscht, befindet sich die Zone 0. In dem darum liegenden Umkreis ist die Zone 1. Umliegend und etwas weiter entfernt ist die Zone 2. Zusätzlich ist noch der zeitlichen Aspekt zu betrachten. Als Beispiel nehmen wir ein Fass gefüllt mit einem gewissen Anteil an Flüssigkeit und oberhalb dieser eine entstandene, explosionsfähige Atmosphäre. Die Zone 0 wäre hier direkt in dem Fass oberhalb der Flüssigkeit. Man spricht davon, dass die explosionsfähige Atmosphäre hier häufig oder dauernd vorherrscht. Bei der Zone 1, die etwas abgeschwächtere Zone, ist es so, dass im Normalbetrieb gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre vorherrscht. Ich sage mit Absicht Normalbetrieb, weil es auch Störfälle geben kann, die vom Betreiber gesondert betrachtet werden müssen. Bei Zone 2 ist es so, dass die explosionsfähige Atmosphäre im Normalbetrieb normalerweise nur selten und kurzzeitig auftritt.

Was muss man bei der Anschaffung von Produkten für den Ex-Bereich beachten?

Ganz wichtig in dem Zusammenhang ist das Thema Kennzeichnung. Es gibt die drei Ex-Zonen: Zone 0, Zone 1 und Zone 2 – wieso teile ich das eigentlich ein? Ganz klar, weil Produkte nicht immer für die höchste Ex-Zone ausgelegt sind. Häufig denken Anwender, dass man Produkte nur dann im Ex-Bereich einsetzen darf, wenn diese eine Kennzeichnung haben. Dem ist nicht so. Es muss nicht jedes Produkt gekennzeichnet werden. Nur Produkte, die unter die ATEX Richtlinie fallen, sind kennzeichnungspflichtig. Dies trifft unter anderem zu, wenn die Produkte eine potentielle Zündquelle besitzen, aus der eine wirksame Zündquelle werden kann. Besitzt das Produkt diese Zündquelle nicht, kann folglich auch nichts passieren, wenn man es in einer Ex-Zone einsetzt. Darum muss das Produkt in diesem Fall auch nicht gekennzeichnet werden.

Der Punkt, der Anwender immer wieder verunsichert, ist wenn ein Produkt keine Kennzeichnung besitzt. Ein Produkt ohne Kennzeichnung ist entweder überhaupt nicht für den Ex-Bereich geeignet oder es muss gar nicht gekennzeichnet werden, weil es eine explosionsfähige Atmosphäre nicht entzünden kann bzw. nicht unter die ATEX Richtlinie fällt. Erst wenn ein Produkt mit potentiell wirksamer Zündquelle für die Anwendung im Ex-Bereich ausgelegt wird, muss es eine Kennzeichnung haben, in der genau beschrieben steht, in welcher Ex-Zone es eingesetzt werden darf. Der Wissensaustausch beziehungsweise die Kommunikation zwischen dem Inverkehrbringer und dem Betreiber ist aus diesem Grund sehr wichtig. Der Betreiber weiß genau, wo er ein Produkt einsetzen möchte und wir als Hersteller können ihn entsprechend beraten, welche Produkte für seinen Anwendungsfall geeignet sind.


Ex-Schutz kompakt: Die DENIOS Infografik

Ex-Schutz kompakt: Die DENIOS Infografik

Schon gewusst? Unfälle mit explosionsgefährlichen Stoffen machten zuletzt zwar nur 2,6% aller meldepflichtigen Chemikalienunfälle aus – sie waren allerdings verantwortlich für 25% der daraus resultierenden Todesfälle. Dies und weitere wissenswerte Fakten finden Sie ab sofort in unserer Infografik zum Thema "Einstieg in den Ex-Schutz".

Die Infografik zeigt Ihnen ganz „kurz und knackig“, welche Gefahren von Explosionen ausgehen, wie Explosionen entstehen, wie die verschiedenen Ex-Zonen festzulegen sind und welche Maßnahmen Sie zum  Explosionsschutz ergreifen können. Jetzt gleich downloaden!

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Unverzichtbare Produkte für die Sicherheit im Ex-Bereich

Bei DENIOS finden Sie ein Produktprogramm rund um das Thema Ex-Schutz, das keinerlei Wünsche offen lässt. Dazu gehören über 2.000 Artikel für die Anwendung in Ex-Bereichen, mit denen Sie alle 3 Stufen der Explosionsschutzmaßnahmen abdecken können. Das sind zum Beispiel Lösungen zur Schadstofferfassung, um die Bildung explosionsfähiger Atmophäre zu verhindern. Aber auch ex-geschützte Produkte, die wirksame Zündquellen in Ihrer Ex-Zone vermeiden. Lässt sich nach Ihrer ATEX-Bewertung weder eine explosionsfähige Atmosphäre verhindern noch die vollständige Vermeidung von Zündquellen realisieren, statten wir Ihr Gefahrstofflager mit Druckentlastungsklappen aus, welche Explosionen auf ein unbedenkliches Maß beschränken. Gerne berät Sie unser Experten-Team zu der für Sie passenden Lösung.

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Ex-Schutz für Ihr Technisches Raumsystem

Aus Ihren betrieblichen, rechtlichen und versicherungstechnischen Auflagen leiten sich die erforderlichen Bausteine für die Sicherheitsaustattung Ihres Technischen Raumsystems ab. Anhand Ihrer ATEX-Bewertung und einer auf Ihre spezifischen Anforderungen bezogenen Bedarfsanalyse stimmen wir mit Ihnen gemeinsam die optimale ex-geschützte Sicherheitsausstattung ab. Liegt nach Ihrer ATEX-Bewertung eine Ex-Zone vor, bieten wir Ihnen Einbauten, die eine potentielle Funkenquelle in der Ex-Zone darstellen, in entsprechender Ex-Ausführung an. Zum Potenzialausgleich stehen Ihnen optionale Erdungsvorrichtungen zur Verfügung. Dazu gehören Erdungsschienen zum Erden von Betriebsmitteln im Inneren des Raumsystems sowie Erdungslaschen zum kundenseitigen Anschluss außen. Für aktive Sicherheit im Explosionsfall können Druckentlastungsflächen im Dachbereich installiert werden. Ein kontrollierter Druckausgleich verhindert so schlimme Szenarien, wie die Zerstörung des Raumes, die Gefährdung der Mitarbeiter durch aufreißende Türen oder unkontrolliert frei werdende Energie. Nach Abbau der Druckwelle schließt sich die Druckentlastungseinrichtung selbständig und dichtet das Raumsystem ab. Brandschutzeigenschaften bleiben erhalten. Jetzt Beratung anfordern!

Sicherheits-Bausteine für Ihr Technisches Raumsystem

 

Erfassung explosionsgefährlicher Emissionen

Im Laborbereich ermöglichen Lufttechnik-Lösungen von DENIOS nicht nur die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitsplatzgrenzwerte – durch die hochwirksame Entlüftung werden auch explosionsgefährliche Emissionen schnell und gründlich entfernt. DENIOS Gefahrstoff-Arbeitsplätze sind als ex-geschützte Version für die Ex-Zonen 1 und 2 verfügbar. Hier bieten sie dem Anwender maximale Sicherheit. Durch den Einbau elektrischer Betriebsmittel gemäß Richtlinie 2014/34/EU zur Verwendung in explosionsgeschützten Bereichen werden Gefahrenpotenziale effektiv reduziert. Jetzt Beratung anfordern!

Lösungen zur Schadstofferfassung

Funkenfreie Werkzeuge

Beim Gebrauch handelsüblicher Stahlwerkzeuge können Zündfunken verursacht werden – zum Beispiel durch Schlagen oder das Herabfallen des Werkzeugs auf den Boden. Funkenfreie Werkzeuge für den Ex-Bereich bestehen aus Speziallegierungen auf Kupferbasis und sind weicher als herkömmliche Werkzeuge, wodurch die Gefahr einer Funkenbildung minimiert wird. Sie sind zertifiziert für den Einsatz in Bereichen, in denen Funken eine potentielle Explosionsgefahr bedeuten. Wichtig zu wissen: Die Anwendung von funkenfreien Werkzeugen darf nicht die einzige Schutzmaßnahme in feuer- oder explosionsgefährdeten Bereichen sein. Beachten Sie hierzu die Vorschriften Ihrer Berufsgenossenschaft.

Funkenfreie Werkzeuge

Pumpen und Mischen im Ex-Bereich

Zum Fördern oder Mischen entzündbarer Flüssigkeiten müssen elektrische Pumpen und Rührwerke die Anforderungen der ATEX-Richtlinie erfüllen. Die Motoren sind so ausgelegt, dass die Geräte sicher betrieben werden können. Nicht-elektrische Komponenten werden so konzipiert, dass auch z.B. heiße Oberflächen
als Zündquellen vermieden werden. Zur Ableitung statischer Elektrizität werden unsere elektrischen Pumpen für den Ex-Bereich bereits inklusive Potentialausgleichskabel geliefert. Unsere Handpumpen für den Ex-Bereich sind DEKRA-geprüft und können mit separat erhältlichen Erdungskabeln oder Anti-Statik-Sets geerdet werden.

 Heben und Transportieren

Vermeidung von Zündquellen beim Heben und Transportieren

Nicht nur bei der Verwendung elektrischer Betriebsmittel können Zündquellen entstehen. Beim Bewegen von Fässern mit mechanischen Hilfsmitteln können Funken durch Reibung mechanisch erzeugt werden. Auch statische Aufladung muss in Ex-Bereichen als Zündquelle ausgeschlossen werden. Produkte wie die Fasskarre Secu Comfort oder der Fasslifter Secu Ex werden daher komplett ableitfähig konstruiert, damit sie nicht durch einen direkt angeschlossenen Potentialausgleich geerdet werden müssen.

Erdung

Erdungssysteme

Beim Abfüllen bzw. Fördern von entzündbaren Stoffe ist zu beachten, dass allein schon durch den Flüssigkeitsfluss gefährliche Aufladungen entstehen können. Die Gefahr statischer Aufladung steigt dabei mit der Fließ- oder Schüttgeschwindigkeit des Mediums. Dies trifft z.B. dann zu, wenn durch Schütten in einen Trichter abgefüllt wird. Mit Hilfe von Erdungskabeln vermeiden Anwender Explosionsgefahren durch elektrostatische Aufladung.

Ex-Zonen-Kennzeichnung

Bodenmarkierungen spielen für die Sicherheit im Ex-Bereich eine wichtige Rolle. Denn mit den selbstklebenden Markierungen lassen sich die Ex-Zonen auch optisch einteilen und machen Gefahrenbereiche  für Mitarbeiter ersichtlich. Unsere Bodenmarkierungen für Ex-Bereiche sind wahlweise mit neutraler Aufschrift "Ex-Zone" erhältlich, oder bedruckt mit spezifischen Angaben (z.B. "Ex-Zone 22").

Zur Markierung von explosionsgefährdeten Bereichen bieten wir Ihnen auch ein umfangreiches Sortiment an Kennzeichnungsschildern an. So wird den Beschäftigten auf einen Blick angezeigt, in welchen Arbeitsbereichen Explosionsgefahr herrscht und sie besondere Vorsicht walten lassen müssen.

Kennzeichnung

Ex-geschützte Beleuchtung

Eine ausreichende Beleuchtung ist am Arbeitsplatz unerlässlich und hat vielfältige Auswirkungen auf den Mitarbeiter. Aber auch die Beleuchtung eines Arbeitsbereiches kann eine wirksame Zündquelle sein, die eine umgebende explosionsfähige Atmosphäre entzünden kann. Daher gelten auch für den Einsatz von Leuchtmitteln in Ex-Bereichen besondere Anforderungen. In unserem Sortiment finden Sie explosionsgeschützte Wandleuchten und Deckenleuchten nach DIN EN 60598-2-22 und DIN VDE 0108. Diese sorgen für optimale Beleuchtung in den Ex-Zonen 2 und 22. Professionelle Taschen- und Stirnlampen sorgen für den richtigen Durchblick, zum Beispiel bei Inspektionsgängen oder Wartungsarbeiten. Hier bieten wir Ihnen zugelassene Produkte für sämtliche Ex-Zonen.

Beleuchtung

Auffangwannen aus Stahl

Produkte, die keine potentielle Zündquelle haben, aus der eine wirksame Zündquelle werden kann, fallen nicht unter die ATEX-Richtlinie und können so auch ohne Kennzeichnung bedenkenlos in Ex-Bereichen eingesetzt werden. Dazu gehören auch unsere Auffangwannen aus Stahl. Sie eignen sich daher ideal für die sichere Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten in Fässern oder IBC. Elektrostatische Aufladungen können durch eine wirksame Erdung verhindert werden. Für die Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten in Kleingebinden bieten wir Ihnen auch eine große Auswahl an Kleingebindewannen aus Stahl.

Auffangwannen aus Stahl


Weitere Produkte für den Einsatz in Ex-Bereichen:


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