Die richtige Lagerung von Gefahrstoffen mit Auffangwannen

Die richtige Lagerung von Gefahrstoffen mit Auffangwannen

Man sagt gemeinhin, dass ein Tropfen Öl bis zu 1.000 Liter Wasser verschmutzen kann. Bei einer Verunreinigung von Gewässern droht in Deutschland eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe von bis zu 5 Jahren. Aber was ist zu tun, damit es nicht so weit kommt? Täglich haben wir mit Gefahrstoffen zu tun und sind oft unsicher, was wie gelagert werden muss, damit Mensch und Umwelt optimal geschützt sind.
Wussten Sie, dass Sie sich schon ab 0,44 €/ Liter* Gefahrstoff schützen können? Im Folgenden sagen wir Ihnen, was es zu beachten gilt.


Auffangwannen Ratgeber - Fragen und Antworten

Auffangwannen müssen für die gelagerten Flüssigkeiten undurchlässig sein und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen.

Der Werkstoff aus dem eine Auffangwanne gefertigt ist, muss speziell für die gelagerten Flüssigkeiten geeignet sein. Zur Lagerung von wassergefährdenden, entzündbaren Stoffen wie z.B. Ölen und Lacken eigenen sich Auffangwannen aus Stahl, wahlweise in verzinkter oder lackierter Ausführung. Zur Lagerung von aggressiven Chemikalien, wie z.B. Säuren und Laugen eigenen sich Auffangwannen aus Edelstahl oder Auffangwannen aus Kunststoff. Orientieren Sie sich dabei an der Faustregel, in dem das Gebinde, in dem der Stoff angeliefert wird, angeliefert wird.

Auffangwannen müssen – je nach Einsatzzweck - unterschiedlichen Anforderungen gewachsen sein. Auffangwannen mit integrierten Staplertaschen eignen sich optimal zum Transport mit dem Gabelstapler auf dem Werksgelände. Darüber hinaus ist auf das Auffangvolumen zu achten. Die Auffangwanne sollte in jedem Fall umfassend geprüft und zertifiziert sein. Jede Schweissnaht einer DENIOS-Stahlwanne wird mit der Farbeindringprüfung geprüft. 

Der Lagerraum muss geeignet sein, d.h. dass eine permanente Lüftung, Ex-Schutz und baulicher Brandschutz bestehen muss.

Grundsätzliche darf eine Wannenhöhe von 500 mm nicht überschritten werden, da dann keine ausreichende Belüftung mehr gewährleistet ist. Ist doch eine höhere Wannenhöhe erforderlich, kann beispielsweise mit einer technischen Lüftung gearbeitet werden.

Eine Auffangwanne muss den Inhalt des größten Behälters bzw. mindestens 10% der eingelagerten Menge aufnehmen können. Sofern die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen in Wasserschutzgebieten generell zulässig ist, muss eine Auffangwanne in diesem Fall 100% der gesamten Lagermenge aufnehmen können. 

  • Der Betreiber ist verantwortlich für den bestimmungsgemäßen Gebrauch.
  • Unterhalt/Wartung.
  • Die Auffangwanne ist frei von Wasser und Verschmutzungen zu halten.
  • Schäden am Oberflächenschutz sind umgehend zu beheben (Korrosion).
  • Regelmäßige Prüfungen (mind. 1x wöchentlich).
  • Der Zustand der Auffangwanne (Gitterroste) ist alle 2 Jahre durch Inaugenscheinnahme zu prüfen.
  • Das Ergebnis ist zu protokollieren und auf Verlangen der Wasserbehörde vorzulegen.

 

+++ UDPATE +++

Nach vielen Jahren des Wartens wird es 2017 nun ernst:  Die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) wurde am 21. April 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt vollständig am 1. August 2017 in Kraft. Die Verordnung löst die bisher geltenden Länderverordnungen ab und regelt die Einstufung von Stoffen und Gemischen nach ihrer Gefährlichkeit, die technischen Anforderungen, die Anlagen erfüllen müssen, die mit diesen Stoffen und Gemischen umgehen, sowie die Pflichten der Betreiber dieser Anlagen.

DENIOS Auffangwannen helfen Ihnen jetzt und in Zukunft, die aktuellen wasserrechtlichen Anforderungen gemäß AwSV zu erfüllen. Was Sie für Ihre Bestandsanlagen beachten müssen, zeigt Ihnen das folgende Ablaufdiagramm:

AWsV Infografik Bestandsanlagen

Was tun wenn...

DENIOS Gefahrstoff-Fibel

Prüfen Sie, ob die Zusammenlagerung der Stoffe nach TRGS 510 erlaubt ist. Unsere DENIOS-Gefahrstoff-Fibel enthält eine praktische Zusammenlagerungstabelle, die Ihnen dabei hilft, die Bestimmungen nach TRGS 510 einzuhalten.

Die Auffangwanne mindestens 1x wöchentlich einer augenscheinlichen Prüfung unterzogen werden. Entfernen Sie den Gefahrstoff ordnungsgemäß mit dafür geeigneten Bindemitteln. 

Nehmen Sie die Leckage mit einem passend zu dem Gefahrstoff auszuwählenden Bindemittel auf. Achten Sie darüber hinaus darauf, dass die Form des Bindemittels der Leckage entspricht. Bindemittel sind in den Varianten Öl, Universal und Spezial erhältlich. Zum Produkt-Finder des auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Bindemittels geht es hier

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Prüfungszertifikate sowie die vom Hersteller angegebene Garantie. Sollten Sie Anzeichen von Korrosion bemerken, ist die Wanne gesetzeskonform zu entsorgen. Um einen generellen Dichtigkeitstest durchzuführen, können Sie natürlich auch einfach Wasser in die Wanne schütten, um die Dichtigkeit zu überprüfen. 

Ein Großteil der Auffangwannen ist unterfahrbar, d.h. Sie können mit dem Gabelstapler von A nach B transportiert werden. Einzelne Modelle sind auch auf Rollen erhältlich. Muss eine Bodenwanne transportiert werden, kann dies auf einer Palette geschehen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Wanne nicht so voll sein darf, dass die Gefahr einer Leckage beim Transport besteht. Sollten Transporte erforderlich sein, die über öffentliche Straßen und nicht über das Betriebsgelände führen, muss die Gesetzgebung für Gefahrguttransporte berücksichtigt werden. 

Sie dürfen in Räumen von Gebäuden und im Freien aufgestellt werden, jedoch nicht im Ex-Bereich. Bei einer Aufstellung im Freien müssen die Auffangvorrichtungen gegen Niederschlag geschützt werden.


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Auffangwannen sollten unbedingt aus dem richtigen Material gewählt werden (Stahl, Edelstahl oder Kunststoff), denn nur der richtig ausgewählte Werkstoff der Sicherheitswanne sorgt für eine optimale Beständigkeit gegenüber den gelagerten Medien.

Sie benötigen Hilfe bei der Produktauswahl? Nutzen Sie unseren praktischen Auffangwannen-Finder, um das passende Produkt für Ihren Bedarf zu ermitteln oder rufen Sie einfach Ihren kompetenten Fachberater bei DENIOS an. Wir beraten Sie gerne.

  • Fachberatung: Tel. 0800 753-000-6
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