FAQ zum Arbeitschutz

Arbeitssicherheit, PSA - Schutz des Menschen

Generell hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht seinem Mitarbeiter gegenüber, um ihn vor Gefahren und Unfallrisiken am Arbeitsplatz zu schützen.
Das sollten Sie zum Thema Arbeitsschutz wissen…

Knapp eine Million Menschen haben in Deutschland jährlich einen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Es werden zwar immer mehr Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, aber dennoch lassen sich diese Unfälle nicht vollends vermeiden. Damit Sie sich vorbeugend schützen können beantworten wir Ihnen Fragen wie:

  • Welche Notfallmaßnahmen sind die richtigen?
  • Was benötige ich, um die Unfallfolgen möglichst gering zu halten?

Daten & Fakten zum Thema Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten


Unfälle auf dem Arbeitsweg und auch während der Arbeit passieren noch immer zu häufig. Die Folgen können durchaus langfristige Auswirkungen haben und zur Arbeitsunfähigkeit führen. Ob Hauterkrankung, Wirbelsäulenschäden oder Staublunge – all diese Krankheiten könnten durch einfache Helfer im Arbeitsalltag vermieden werden.

In der Rubrik "FAQs zum Arbeitsschutz", unten auf dieser Seite, beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen zum Thema Arbeitsschutz.


Infografiken zum Arbeitsschutz

FAQs zum Arbeitsschutz

Grundsätzlich gilt die Richtlinie über „Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Lärm)“. Sie ist seit 15. Februar 2003 in Kraft.

Am 8. März 2007 wurde durch die Anzeige im Bundesblatt die EG-Richtlinie 2003/10/EG "Physikalische Agenzien, Lärm" in die EG-Richtlinie zu den Vibrationen 2002/44/EG durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vom 6. März 2007 ins nationale Recht umgesetzt.

Es werden nunmehr die Expositionsgrenzwerte und die Auslösewerte in Bezug auf die Tages-Lärmexpositionspegel  und den Spitzenschalldruck wie folgt festgelegt:

  • (a) Expositionsgrenzwert: LEX,8h = 85 dB(A) bzw. Ppeak = 137 dB
  • (b) Obere Auslösewerte: LEX,8 = 85 dB(A) bzw. Ppeak =137 dB
  • (c) Untere Auslösewerte: LEX,8 =80 dB(A) bzw. Ppeak =135 dB


Die folgende Tabelle unterstreicht nochmals den erhöhten Schutz der Mitarbeiter, wie ihn die Richtlinie fordert:

Statistik zu Arbeits- und Wegeunfälle

Notduschen
In Bereichen, in denen z.B. mit aggressiven Flüssigkeiten oder feuergefährlichen Stoffen gearbeitet wird, besteht für den Menschen immer das Risiko eines Unfalls und als dessen Folge eine mögliche Kontamination des Körpers und der Augen mit gesundheitsschädlichen Substanzen. Eine schnelle Hilfe zur Erstversorgung bieten hierbei Körper- und Augenduschen, die für viele Bereiche zwingend vorgeschrieben sind. Dabei sind folgende Vorschriften und Richtlinien zu beachten:

Arbeitsschutzgesetz (Auszug):
§ 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
(1.) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.

Arbeitsstättenverordnung (Auszug):
§ 39 – Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe
(1.) In den Arbeitsstätten müssen die zur Ersten Hilfe erforderlichen Mittel vorhanden sein.

EN 15154 Sicherheits-Notduschen
Die EN 15154 ist in fünf Teile untergliedert.
- Teil 1 für „Körperduschen mit Wasseranschluss in Laboratorien“
- Teil 2 für „Augenduschen mit Wasseranschluss“
- Teil 3 für „Körperduschen ohne Wasseranschluss“
- Teil 4 für „Augenduschen ohne Wasseranschluss“
- Teil 5 für „Körperduschen mit Wasseranschluss für Produktionseinrichtungen“

Die Teile 1 und 2 regeln die Mindestanforderungen an „Körper- und Augenduschen mit Wasseranschluss“. Es ist sicherzustellen, dass in potenziell gefährlichen Arbeitsbereichen geeignete Duschen vorhanden sind und sofort eine ausreichende Menge an Flüssigkeit liefern, damit Körper und / oder Augen nach Kontakt mit gefährlichen Substanzen oder nach Verbrennungen schnell geduscht werden können.

Die Teile 3 und 4 regeln die Mindestanforderungen an „Körper- und Augenduschen ohne Wasseranschluss“. Sie sind dafür konstruiert, um in unmittelbarer Nähe von Personen in potenziell gefährlichen Arbeitsbereichen bereitgehalten zu werden. Die Hauptaufgabe dieser Geräte ist die Erste-Hilfe-Versorgung. Beide Teile unterscheiden die Körper- bzw. Augenduschen in transportabel, tragbar, persönlich, Einmal- oder Mehrfach-Gebrauch.

Der Teil 5 befindet sich aktuell noch in Planung. Aus heutiger Sicht wird er sich deutlich an der DIN 12899-3 (Ausgabe April 2009) orientieren, die auch weiterhin Gültigkeit hat.

Bedienung von Notduschen
Wichtig ist eine einfache und zuverlässige Funktion. Die Betätigung der Dusche muss mit einer einfachen Bewegung möglich sein. Die EN gibt hierbei u.a. vor, dass das Ventil nach der Betätigung nicht selbsttätig schließen darf.

Sofortmaßnahmen bei Unfällen
Bei Verletzungen sollte sofort mit dem Spülen begonnen und ein Arzt verständigt werden. Auch während eines Transportes des Verletzten sollte, z. B. durch Verwendung von Augenspülflaschen, die Spülung fortgeführt werden.

Augenspülflaschen
empfehlen sich unter anderem für Räume, in denen nicht ständig gearbeitet wird (z. B. Batterieräume oder auf Baustellen). Mit Augenspülflaschen kann die Versorgung eines Verletzten innerhalb der wichtigen ersten Sekunden sichergestellt werden. Eine Augenspülflasche mit 500 ml Inhalt reicht für eine ca. 4-minütige Spülung. Um eine längere Spüldauer zu gewährleisten, sollten weitere Augenspülflaschen zur Verfügung stehen oder eine in der Nähe befindliche, an das Wassernetz angeschlossene Augendusche genutzt werden.

Wichtig: Regelmäßige Wartung von Notduschen
Alle Notduschen sollten regelmäßig – mindestens alle 6 Monate – gewartet und gereinigt werden. Weiterhin sind sie regelmäßig (mindestens einmal monatlich oder nach Vorgaben des Herstellers) auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen.

Die Schutzhandschuhe für den gewerblichen Bereich werden in Kategorien der PSA (Persönliche Schutzausrüstung), abhängig vom Gefahrenpotenzial, eingeteilt:

Kategorie I
Minimale Risiken, geringe Schutzanforderungen

Kategorie II
Mittlere Risiken, PSA, die nicht den Kategorien I und III zuzuordnen sind, z. B. Schutz gegen mechanische Gefährdung

Kategorie III
Komplexe PSA, Schutz gegen tödliche Gefahren oder ernste, irreversible Gesundheitsschäden, z. B. zeitlich begrenzter Schutz gegen Schädigung durch Strahlung oder Chemikalien

Sonderkategorien / EN 407 / EN 511
Abgestimmter Schutz für spezielle Anforderungen, wie z.B. Kälteschutz oder Feuerwehrhandschuhe.

Die europäische Richtlinie 89/686/EWG schreibt u. a. die Kennzeichnung von Handschuhen der Kategorien II und III mit Piktogrammen vor, die deren Schutzwirkung erklären. 

Nutzen Sie unseren Augen-Notfallplan, um im Ernstfall schnell und angemessen zu reagieren.

Bei einer Verletzung im Augenbereich ist sofortige Hilfe geboten:

Augenspülflaschen aus unserem Sortiment garantieren:

  • schnelle Hilfe bei Augenverletzungen
  • patentierte Augenaufsätze, die helfen, die Augen offen zu halten
  • verschiedene Spülflüssigkeiten für unterschiedliche Gefahrenbereiche


Anwendungsbeispiel Augenspülflaschen

Die Augenspülflaschen verfügen über eine (Typ Mono) oder zwei (Typ duo) ergonomisch geformte Augenschalen. Diese sorgen für geöffnete Augenlider während des Spülvorgangs. So gelangt die sterile Spülflüssikgeit direkt ins verletze Auge.

Welche Atemschutzmaske ist die richtige?

Zur Auswahl der richtigen Atemschutzmaske müssen Sie sowohl die Art der Maske als auch des Filters berücksichtigen.

Die erforderliche Atemschutzmaske finden Sie mithilfe der folgenden Übersicht aus unserem aktuellen DENIOS Hauptkatalog.

Zu den Atemschutzmasken >>

Ob eine Absturzsicherung für eine Tätigkeit erforderlich ist, richtet sich i.d.R. nach der potenziellen Absturzhöhe.

Bis zu 1 Meter Absturzhöhe:
Es werden keine Sicherheitsvorkehrungen benötigt.

Ab 1 Meter Absturzhöhe:
Es müssen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden (je nach Tätigkeit z.B. durch Geländer, Gerüste oder Auffanggurte).

Bei Leitern bis zu einer Höhe von 5 Metern kann unter Umständen auf eine zusätzliche Sicherung verzichtet werden, dies ist allerdings landes- bzw. branchenabhängig geregelt.