Dekontaminierungsraum für die Reinigung

Technische Universität München

Technische Universität München

Auf Basis seiner Technik-/ Sicherheitsräume lieferte DENIOS der TU München einen Dekontaminierungsraum für die Reinigung oberflächlich radioaktiv verunreinigter Werkzeuge und Teile.

Herausforderung und Aufgabe:

Die Technische Universität München benötigte für ihre "Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)" einen Dekontaminierungsraum, in dem oberflächlich radioaktiv verunreinigte Werkzeuge und Teile gereinigt werden , bevor sie den Kontrollbereich der Anlage verlassen dürfen. Bislang erfolgte diese Reinigung in einem Provisorium, welches durch eine professionelle Lösung ersetzt werden sollte.

Die Lösung:

Auf Basis seiner Technik-/Sicherheitsräume lieferte DENIOS dem Kunden einen Dekontaminierungsraum als House-in-House-System. Dieser "Dekontbox" genannte Waschplatz mit den Außenmaßen 4200 x 2850 x 2300 mm (BxTxH) wurde innen aus Edelstahl und außen in sendzimirverzinktem Blech gefertigt. Die Wärmedämmung besteht aus 80 mm Polyurethan Hartschaum. Der Aufbau erfolgte beim Kunden vor Ort, wo der Raum flüssigkeitsdicht verschweißt wurde. Die Zuführung kundenseitiger Medien- und Elektroanschlüsse wurden dabei ebenso berücksichtigt, wie der Anschluss einer Drainage an das hauseigene Auffangsystem. Türen mit Sichtfenstern und zusätzlicher Serviceklappe gehören ebenso zu den Ausstattungsmerkmalen, wie eine Personenschleuse und eine motorisch zu öffnende Werkstück-Schleuse im Dachbereich.

Ergebnis und Nutzen:

Der Kunde erhielt eine komplette House-in-House-Lösung, die alle Vorgaben berücksichtigte, damit die Mitarbeiter mit Vollschutz und externer Luftzufuhr der Reinigungstätigkeit nachgehen können. Für die Beschäftigung im Kontrollbereich verfügt DENIOS über die notwendige Genehmigung nach § 15 StrlSchV (Strahlenschutzverordnung). Mit ca. drei Wochen Planungsvorlauf und ca. zwei Wochen Aufbau konnte das Projekt schnell realisiert werden, ohne den Forschungsbetrieb zu stören. Der zuständige Bereichsleiter des FRM lobte die Qualität der Ausführung sowie die termintreue, professionelle Umsetzung.

(Copyright Fotos: W. Schürmann / FRM II, TU München)

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