Prüfstand für stationäre Energiespeicher

Voltavision und DENIOS entwickeln gemeinsam einen F90-Klimacontainer als Prüfstand für stationäre Energiespeicher.

Voltavision GmbH

Voltavision GmbH

Die Voltavision GmbH aus Bochum ist ein unabhängiger Forschungs- und Entwicklungsdienstleister, der Prüfanlagen für die hochtechnologischen Systeme der Disziplinen Elektromobilität und erneuerbare Energien betreibt. Dabei reicht die Größe der Prüfkörper von der Lithium-Ionen-Batterie für Elektrogeräte bis hin zu „großen“ Energiespeichersystemen. Für eben diese Großanwendungen entwickeln Voltavision und DENIOS gemeinsam einen Klimacontainer, der sich sowohl durch sein komfortables Prüfraumvolumen, als auch durch den inkludierten Brandschutz auszeichnet.

Herausforderung und Aufgabe:
Die Energiewende bedingt ein Umdenken - in vielerlei Hinsicht. Immer mehr Energie wird aus regenerativen Quellen gewonnen, z.B. aus Windparks oder Solaranlagen. Die Energie wird also häufig an Orten und zu Tageszeiten erzeugt, wo keine direkte Verwertung stattfinden kann. Das bedeutet auch, dass das Thema elektrische Energiespeicher immer weiter an Bedeutung gewinnt. Notwendig werden umfangreiche Tests bezüglich der Auswirkungen unterschiedlichster Umwelteinflüsse auf die Lebensdauer der Module.

Von Fachverbandsseite gibt es viele Empfehlungen, es existieren aber keine Gesetze oder Vorschriften im eigentlichen Sinne, an denen Errichter und Betreiber sich orientieren könnten. Sicherheitskonzepte basieren daher eher auf Erkenntnissen, denn auf Standards.

Auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung war in diesem Fall die Realisierung eines separaten Brandabschnittes durch die Einhausung des Prüfstandes zwingend notwendig. Gefordert war eine Brandschutzhülle, die 90 Minuten lang innerer oder äußerer Brandbeanspruchung stand hält. Am Markt verfügbare Standard-Klimakammern decken diese Anforderung nicht ab.

Die Lösung:
Voltavision und DENIOS entwickeln gemeinsam einen F90-Klimacontainer als Prüfstand für stationäre Energiespeicher. Hier können besonders große Batterien, innerhalb des möglichen Prüfraumvolumens von bis zu 30 m³, definierten thermischen und elektrischen Bedingungen ausgesetzt werden. Unter normierten Prüfbedingungen werden hier in einem Temperaturbereich von - 20 °C bis + 60 °C  z. B. künstliche Alterungsprozesse simuliert. Die Batterien werden dabei auf Ihre Zyklenfestigkeit und kalendarische Lebensdauer hin überprüft. Ebenfalls berücksichtigt: ein umfassendes Sicherheitskonzept. Die Einbindung entsprechender Sensorik ermöglicht eine kontinuierliche Raumüberwachung. Egal ob durch Gasdetektion oder Temperaturfühler – Prävention ist wichtig!

Eine Druckentlastungsfläche im Dachbereich ermöglicht im Ernstfall einen kontrollierten Druckausgleich. Eine hochleistungsfähige, technische Lüftung sorgt außerdem für die Ableitung gesundheitsgefährdender und gegebenenfalls explosiver Gase. Und sollte es doch einmal zum Äußersten kommen, sammelt sich kontaminiertes Kühlwasser in einer Auffangwanne. Ein säurebeständiger, ableitfähiger Inliner sorgt für zusätzliche Sicherheit. Die Entleerung der WHG-Wanne erfolgt über einen separaten Anschluss. Das Kühlwasser kann so fachgerecht entsorgt werden.

Ergebnis und Kundennutzen:
Eine innovative und schlüsselfertige Lösung mit jederzeit reproduzierbaren Messergebnissen! Und das alles ohne eine separate Klimakammer innerhalb des Prüfcontainers!