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Mit Sicherheit zum staatlich geprüften Techniker

„Optimierung des Handlings getrockneter Katalysatoren in der Produktion“, so lautete der Titel der Projektarbeit, mit der Benjamin Pietzsch von Evonik Smart Materials – Evonik Operations GmbH am Standort Hanau und einige seiner Mitstreiter ihre mehrjährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker kürzlich erfolgreich abschlossen haben.

Im Fokus stand nicht nur die Optimierung des Katalysator-Handhabung – es galt auch die Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen in der Produktion deutlich zu verbessern und geänderte gesetzliche Vorgaben einzuhalten.

Mitarbeiterschutz im Mittelpunkt

Manche Katalysatoren sind als Gefahrstoffe eingestuft. Daher muss die Sicherheit der Mitarbeiter an den Arbeitsplätzen, an denen mit diesen Stoffen zum Teil offen gearbeitet wird, im Mittelpunkt stehen.

Da eine automatisierte Lösung für die durchzuführende Umfüllung und Verwiegung der pulverförmigen Stoffe aus Prozessgründen nicht in Frage kam, machte man sich auf die Suche nach einer passenden Lösung, um die manuellen Arbeitsschritte zu erleichtern und gleichzeitig abzusichern. Sehr schnell stellte sich heraus, dass die veraltete Umfülleinrichtung nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Somit rückte die Projektierung und Installation einer passenden Umfüll- und Verwiege-Einrichtung in den Mittelpunkt der Projektarbeit.

Grundlage ist eine detaillierte Bedarfsanalyse

„Am Anfang haben wir viel im Internet recherchiert und uns auch bestehende Anlagen in anderen Evonik-Betrieben, wie z. B. an unserem Standort in Marl, angesehen“ so Pietzsch. Durch die Gespräche mit den Kollegen aus dem Betrieb wurden die Anforderungen an eine solche Anlage herausgearbeitet und auch der Austausch mit potentiellen Lieferanten half dabei, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Umfüll- und Verwiege-Einrichtung abzustecken.

„Da muss man nicht nur auf Höhe, Breite und Tiefe einer solchen Anlage achten. Werkstoffe, Größen von Ausgangs- und Zielgebinden, benötigte Dokumente, Schnittstellen usw. müssen mit Lieferanten im Detail besprochen und festgelegt werden. Nur so erhält man vergleichbare Angebote und kann in eine passende und sichere Lösung investieren.“

Die Lösung

Nachdem alle notwendigen Informationen vorlagen wurde deutlich, dass die zu installierende Einheit eine Sicherheitswerkbank in Form eines Arbeitstisches darstellen würde.

Am Ende fiel die Wahl auf einen Arbeitstisch der DENIOS AG. „Wir haben in der Vergangenheit schon einige ähnliche Anlagen für die EVONIK realisiert. Mit dem installierten Arbeitstisch können wir den Prozess des Kunden optimal abbilden und die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten“, so Sascha Mohe, verantwortlich für den Bereich Lufttechnik / Containment bei DENIOS. Zusammen mit Herrn Pietzsch wurde ein Konzept erarbeitet, das sowohl den Prozess als auch die Sicherheit der Mitarbeiter berücksichtigt. Zudem unterstützte DENIOS das Projektteam mit Informationen für die Projektarbeit. Mohe unterstreicht: „Das ist auch für uns eine tolle Sache, wir unterstützen hier natürlich gerne mit unserem langjährigen Know-How und Informationen.“

Bei der neuen Umfüll- und Verwiege-Einheit handelt es sich um einen Arbeitstisch der Baureihe „Premium“. Diese sind mit der Ejektortechnik (Push-Pull-Prinzip) ausgestattet und bieten zugleich höchsten Schutz für Mitarbeiter und Umwelt vor Emissionen – unabdingbare Voraussetzungen u. a. für die Arbeit mit kritischen Stoffen wie bestimmten Katalysatoren.

Technische Informationen zum Produkt

Durch gezielte Frischluftschleier als Trennung zwischen Produkt, Emissionsquelle und Mitarbeiter schützt die eingesetzte Ejektortechnik den Mitarbeiter und umliegende Räumlichkeiten. Freiwerdende Emissionen, z. B. Stäube oder Gase, werden durch die Luftschleier gezielt erfasst und der Rückwandabsaugung zugeführt. Die Reinluftschleier werden durch die Ejektordüsen an Haube, Rückwand bzw. Tischvorderkante aufgebaut. Sie sind in Ausführung, Form und Richtungen sowie Geschwindigkeiten und Luftmengen exakt aufeinander abgestimmt. Die effizienten Luftschleier verhalten sich auch bei bewegungsintensiven Tätigkeiten absolut stabil. Trotz der besonders hohen Erfassungs- und Abzugsqualität benötigt ein Arbeitstisch des Typs Premium im Vergleich zu herkömmlichen Abzugssystemen deutlich geringere Abluftvolumina. Hierdurch reduzieren sich die Betriebskosten erheblich.

Um die geforderten Grenzwerte bis OEB 3 (entspricht einem Expositionslevel von 10-100 µg/m³) einzuhalten, wurde der Arbeitstisch, der normalerweise ohne Frontscheibe ausgestattet ist, mit einer klappbaren Frontscheibe ausgerüstet. „Unser Vorteil ist hier ganz klar unsere Flexibilität“, so Sascha Mohe.

Der Tisch verfügt über 2 Arbeitsbereiche für die Einbringung von 200-Liter-Fässern. Zudem gehören entsprechende Einlegeböden als Arbeits- oder Ablagefläche zum Lieferumfang. „Hierdurch können wir das gesamte Spektrum unserer Gebindegrößen abdecken – vom kleinen Gebinde bis hin zum 200 Liter Fass“, so Pietzsch. Durch die Anordnung der Ejektordüsen auch in den Türen ist der Mitarbeiter in allen Bereichen geschützt. Für optimale Beständigkeit und Reinigungsfähigkeit ist die Anlage komplett aus Edelstahl (1.4301) ausgeführt.

Angeschlossen ist die Anlage an ein bestehendes Abluftsystem inklusive Filtertechnik, und auch die Bodenwaage wurde aus der Bestandanlage übernommen – aus Kostengründen eine optimale Lösung für Evonik. „Zusätzliche Ventilatoren und Filtersysteme hätten die Investitionskosten deutlich erhöht. Seitens DENIOS kam deshalb direkt der Vorschlag, das vorhandene System weiter zu nutzen“, führt Pietzsch aus.

Erfolgreicher Abschluss

Mittlerweile hat das Team um Benjamin Pietzsch die Abschlussprüfung absolviert und auch die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker erfolgreich bestanden – und dabei die Sicherheit für die Kolleginnen und Kollegen am Standort nachhaltig verbessert.

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