Sicherheitssauger
(6 Artikel in 13 Ausführungen)Wo im Betrieb Stäube entstehen, ist gezielter Schutz gefragt. Denn viele Feinstäube sind nicht nur lästig, sondern potenziell gesundheitsgefährdend. DENIOS Sicherheitssauger bieten hier maximale Sicherheit. Sie nehmen kritische Stoffe zuverlässig auf, bevor sie in die Atemluft gelangen. So leisten sie einen aktiven Beitrag zum Schutz von Mensch, Umwelt und Anlagen. Sicherheitssauger sind für den professionellen Einsatz in Industrie, Werkstätten oder Laborumgebungen entwickelt. Durch ein mehrstufiges Filtersystem erfassen sie bis zu 99,995 % aller Feinstaubpartikel, für dauerhaft saubere Luft und eine sichere Arbeitsumgebung.
Sicherheitssauger von DENIOS
Nicht jeder Staub ist gleich gefährlich und nicht jeder Sauger ist für jeden Staub zugelassen. Die Wahl des richtigen Sicherheitssaugers hängt von der Staubklasse, dem Einsatzbereich und den geltenden Vorschriften ab. Die folgenden Abschnitte helfen Ihnen, die passende Lösung für Ihren Betrieb zu finden.
Staubklassen L, M und H: Was bedeuten sie?
Sicherheitssauger werden nach der Gefährlichkeit der aufzusaugenden Stäube in drei Staubklassen eingeteilt. Diese Klassifizierung ist in der DIN EN 60335-2-69 geregelt und bestimmt, welche Anforderungen an Filter, Entsorgung und Luftgeschwindigkeit gestellt werden.
| Staubklasse L | Staubklasse M | Staubklasse H |
|---|---|---|
| Niedriges Risiko | Mittleres Risiko | Hohes Risiko |
| AGW > 1 mg/m³ | AGW ≥ 0,1 mg/m³ | AGW < 0,1 mg/m³ |
| Max. Durchlässigkeit: 1 % | Max. Durchlässigkeit: 0,1 % | Max. Durchlässigkeit: 0,001 % (Filtration 99,995 %) |
| Keine Messung der Luftgeschwindigkeit erforderlich | Messung der Luftgeschwindigkeit + staubarme Entsorgung | Messung der Luftgeschwindigkeit + staubfreie Entsorgung |
| Beispiele: Gips, Kalk, Glimmer | Beispiele: Kupfer, Mangan, Holz | Beispiele: Asbest, Arsen, Blei, Schimmel, Bakterien |
Wichtig: Die Staubklasse richtet sich nach dem Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) des jeweiligen Stoffs. Diesen finden Sie im Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Materials. Wählen Sie immer den Sicherheitssauger, der mindestens der erforderlichen Staubklasse entspricht und niemals einen der niedrigeren Klasse.
Anwendungsbereiche: Wann brauche ich welchen Sicherheitssauger?
Sicherheitssauger kommen überall dort zum Einsatz, wo bei der Bearbeitung von Materialien gesundheitsgefährdende Stäube entstehen. Typische Anwendungsbereiche sind:
Baugewerbe und Sanierung: Beim Sägen, Bohren, Schleifen und Fräsen mineralischer Baustoffe entstehen quarzhaltige Stäube (Staubklasse M oder H).
Holzverarbeitung: Holzstäube, insbesondere Hartholzstäube gelten als krebserregend und erfordern einen Sicherheitssauger der Klasse M oder H.
Metallverarbeitung: Stäube aus Kupfer, Mangan oder anderen Metallen fallen je nach AGW-Wert in Klasse M oder H.
Schleifarbeiten und Trennschnitte: Besonders feine Partikel entstehen beim Schleifen und Trennen, hier ist eine hohe Filtrationsleistung entscheidend.
Sandstrahlen: Abrasive Stäube mit hohem Quarzanteil erfordern Sicherheitssauger der Klasse M oder H.
Grundsatz: Der Sicherheitssauger sollte immer direkt an der Entstehungsquelle eingesetzt werden, also direkt am Werkzeug oder an der Bearbeitungsstelle. Nur so wird die Staubbelastung am Arbeitsplatz wirksam reduziert.
Sicherheitssauger für Asbest und explosive Stäube
Für bestimmte Stäube gelten über die Staubklassen hinaus zusätzliche gesetzliche Anforderungen. Zwei besonders relevante Sonderfälle sind Asbest und brennbare oder leitfähige Stäube.
Asbest (TRGS 519)
Asbestfasern sind krebserregend und zählen zur Staubklasse H. Kritische Fasern (Länge > 5 µm, Dicke < 3 µm) lagern sich dauerhaft in der Lunge ab und können zu schweren Erkrankungen führen. Beim Brechen, Schlagen, Bohren, Sägen, Schleifen oder Fräsen asbesthaltiger Materialien werden diese Fasern freigesetzt.
Wichtig: Nicht jeder Industriesauger der Staubklasse H ist für Asbestarbeiten zugelassen. Der eingesetzte Sauger muss zusätzlich baumustergeprüft nach TRGS 519 Nr. 7.2 Abs. 6 sein. Achten Sie beim Kauf ausdrücklich auf diese Zulassung.
Explosive Stäube (ATEX Zone 22)
In Bereichen, in denen brennbare oder explosive Stäube auftreten können (ATEX Zone 22), sind spezielle ATEX-zertifizierte Sicherheitssauger erforderlich. Diese Geräte sind für die Aufnahme explosiver Stäube sowie für Stäube der Klassen L und M zugelassen und für entzündliche Stäube in Ex-Zonen ausgelegt.
Prüfen Sie vor dem Einsatz: Liegt eine ATEX-Zulassung für Zone 22 vor? Ist der Sauger für die spezifischen Stäube in Ihrem Betrieb freigegeben?
Häufige Fragen (FAQ) zu Sicherheitssaugern
Was ist ein Sicherheitssauger und wofür wird er eingesetzt?
Ein Sicherheitssauger ist ein geprüfter Industriesauger, der speziell für die Aufnahme gesundheitsgefährdender Stäube konzipiert ist. Er wird überall dort eingesetzt, wo bei der Bearbeitung von Materialien z. B. beim Sägen, Bohren, Schleifen oder Fräsen, gefährliche Stäube entstehen, die nicht in die Atemluft gelangen dürfen.
Was bedeuten die Staubklassen L, M und H beim Sicherheitssauger?
Die Staubklassen L (niedrig), M (mittel) und H (hoch) beschreiben den Gefährdungsgrad der aufzusaugenden Stäube. Klasse L gilt für Stäube mit AGW > 1 mg/m³, Klasse M für AGW ≥ 0,1 mg/m³ und Klasse H für AGW < 0,1 mg/m³ sowie alle krebserregenden Stäube. Je höher die Klasse, desto strenger die Anforderungen an Filter, Entsorgung und Luftgeschwindigkeit.
Welchen Sicherheitssauger brauche ich für Holzstaub?
Holzstäube, insbesondere Hartholzstäube wie Buche oder Eiche, gelten als krebserregend und fallen in die Staubklasse H. Für Hartholzstäube ist ein Sicherheitssauger der Klasse H erforderlich. Prüfen Sie den AGW-Wert des jeweiligen Holzstoffs im Sicherheitsdatenblatt.
Darf ich mit einem Sicherheitssauger der Klasse H auch Asbest absaugen?
Nicht automatisch. Für Asbestarbeiten ist ein Sicherheitssauger der Klasse H erforderlich, der zusätzlich baumustergeprüft nach TRGS 519 Nr. 7.2 Abs. 6 ist. Nicht jeder H-Sauger trägt diese Zulassung. Achten Sie beim Kauf ausdrücklich auf den Hinweis "geeignet für Asbest gemäß TRGS 519".
Was ist ein ATEX-Sicherheitssauger?
ATEX-Sicherheitssauger sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX Zone 22) zugelassen. Sie sind für die Aufnahme explosiver und entzündlicher Stäube ausgelegt und erfüllen besondere Anforderungen an die elektrische Sicherheit und die Konstruktion des Geräts.
Wie oft muss der Filter eines Sicherheitssaugers gewechselt werden?
Das hängt vom Gerät, der Staubklasse und der Einsatzintensität ab. Viele moderne Sicherheitssauger verfügen über wartungsfreie Filter, die sowohl für Nass- als auch Trockenreinigung geeignet sind. Beachten Sie die Herstellerangaben und prüfen Sie den Filter regelmäßig auf Beschädigungen oder Verstopfungen.
Kann ich einen Sicherheitssauger der Klasse M auch für Stäube der Klasse L verwenden?
Ja. Sicherheitssauger der höheren Klasse können immer auch für Stäube der niedrigeren Klasse eingesetzt werden. Ein Klasse-M-Sauger ist also auch für Klasse-L-Stäube geeignet. Umgekehrt gilt das nicht: Ein Klasse-L-Sauger darf nicht für Klasse-M- oder Klasse-H-Stäube verwendet werden.
Welche Normen und Vorschriften gelten für Sicherheitssauger?
Sicherheitssauger müssen die DIN EN 60335-2-69 erfüllen. Für Asbestarbeiten gilt zusätzlich die TRGS 519. In explosionsgefährdeten Bereichen sind die ATEX-Richtlinien (2014/34/EU) maßgeblich. Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) regelt den Umgang mit gefährlichen Stäuben am Arbeitsplatz allgemein.
Wissen zum Thema
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