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Funkenfreie Hammer

(6 Artikel in 30 Ausführungen)

Überall dort, wo brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube in der Luft sein können, reicht ein einziger Funke aus, um eine Explosion auszulösen. In solchen Umgebungen sind Standardwerkzeuge aus Stahl nicht zulässig und können beim Aufprall Funken erzeugen. Funkenfreie Hammer sind speziell für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt und bestehen aus Legierungen, die auch bei starker mechanischer Beanspruchung keine zündfähigen Funken bilden.

6 von 6 Produkten
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Funkenfreie Hammer – Wissen, Auswahl und Einsatz

Die folgenden Abschnitte erklären, in welchen Situationen funkenfreie Hammer gesetzlich vorgeschrieben sind, worauf es bei der Materialwahl ankommt und welche Normen den Einsatz regeln. So lässt sich das passende Werkzeug sicher und rechtssicher auswählen.

Wann ist ein funkenfreier Hammer Pflicht?

Sobald ein Arbeitsbereich als explosionsgefährdete Zone (Zone 0, 1, 2 für Gase; Zone 20, 21, 22 für Stäube) eingestuft ist, müssen alle verwendeten Werkzeuge den ATEX-Anforderungen entsprechen. Das betrifft auch Schlagwerkzeuge wie Hämmer, Vorschlaghämmer oder Schlosserhämmer.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Chemieanlagen und Raffinerien

  • Tankstellen, Tanklager und Abfüllanlagen

  • Lackier- und Sprühbereiche

  • Bereiche mit brennbaren Stäuben (z. B. Holz, Mehl, Metall)

Die Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die Explosionsschutzdokumentation nach BetrSichV legen fest, welche Zonen im Betrieb ausgewiesen sind. Auf dieser Basis entscheidet sich, ob funkenfreies Werkzeug eingesetzt werden muss.

Welche Materialien werden für funkenfreie Hammer verwendet?

Funkenfreie Hammer bestehen aus Legierungen, die beim Aufprall auf Stahl oder andere harte Oberflächen keine zündfähigen Funken erzeugen. Die zwei gängigsten Werkstoffe sind:

Werkstoff Eigenschaften Typischer Einsatz
Kupfer-Beryllium (Cu-Be) Sehr hart, hohe Schlagfestigkeit, nicht magnetisch Schwere Schlagarbeiten, Zone 1/21
Aluminium-Bronze (Al-Bronze) Leichter, korrosionsbeständig, kostengünstiger Leichte bis mittlere Arbeiten, Zone 2/22

Beide Materialien sind nach EN 13463-1 und den ATEX-Richtlinien für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet. Kupfer-Beryllium-Werkzeuge bieten dabei die höhere mechanische Belastbarkeit und werden bevorzugt in Zone 1 eingesetzt. Aluminium-Bronze eignet sich gut für Zone 2 und dort, wo Gewicht und Handhabbarkeit im Vordergrund stehen.

Wichtig: Funkenfreie Hammer sind kein Ersatz für sicherheitstechnische Schutzmaßnahmen, sie sind Teil eines Gesamtkonzepts im Explosionsschutz.

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Funkenfreie Hammer richtig einsetzen: Was im Betrieb zu beachten ist

Ein funkenfreier Hammer erfüllt seinen Zweck nur dann, wenn er korrekt eingesetzt und gepflegt wird. Einige Punkte, die in der Praxis häufig übersehen werden:

  • Sauberkeit: Ablagerungen aus Stahl oder anderen funkenerzeugenden Materialien auf der Hammerfinne können die Schutzwirkung aufheben. Werkzeuge regelmäßig reinigen.

  • Keine Mischnutzung: Funkenfreie Hammer sollten ausschließlich in Ex-Bereichen eingesetzt werden und nicht abwechselnd mit Standardwerkzeug.

  • Prüfung auf Beschädigungen: Risse oder Absplitterungen an Kopf oder Stiel können die Funkenfreiheit beeinträchtigen. Vor jedem Einsatz sichtprüfen.

  • Kennzeichnung und Lagerung: Werkzeuge klar als Ex-Schutz-Werkzeug kennzeichnen und getrennt von Standardwerkzeug aufbewahren.

Diese Hinweise lassen sich gut in eine Betriebsanweisung für funkenfreies Werkzeug integrieren, die nach TRGS 720 ff. ohnehin empfohlen wird.

Normen und rechtliche Grundlagen für Ex-Schutz-Werkzeuge

Der Einsatz funkenfreier Hammer ist eingebettet in ein klares rechtliches Rahmenwerk:

  • ATEX-Richtlinie 2014/34/EU regelt die Anforderungen an Geräte und Schutzsysteme in explosionsgefährdeten Bereichen.

  • BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) verpflichtet Arbeitgeber, Arbeitsmittel in Ex-Zonen entsprechend auszuwählen und zu prüfen.

  • TRGS 720 / 722 geben Hinweise zur Vermeidung von Zündquellen, darunter auch mechanisch erzeugte Funken.

  • EN 13463-1 beschreibt grundlegende Anforderungen an nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Betriebe sind verpflichtet, in ihrer Explosionsschutzdokumentation festzuhalten, welche Werkzeuge in welchen Zonen eingesetzt werden dürfen. Funkenfreie Hammer aus dem DENIOS-Sortiment unterstützen dabei, diese Anforderungen praxisnah zu erfüllen.

Häufige Fragen (FAQ) zu Funkenfreien Hammern

Was macht einen Hammer „funkenfrei"?

Funkenfreie Hammer bestehen aus Legierungen wie Kupfer-Beryllium oder Aluminium-Bronze, die beim Aufprall auf harte Oberflächen keine zündfähigen Funken erzeugen. Stahl hingegen kann beim Schlag Funken bilden, die in explosionsgefährdeten Bereichen zur Zündquelle werden.

Welcher funkenfreie Hammer eignet sich für Zone 1?

Für Zone 1 (ständige oder häufige Explosionsgefahr durch Gase) empfehlen sich Hämmer aus Kupfer-Beryllium. Sie bieten die höchste mechanische Belastbarkeit und sind für schwere Schlagarbeiten geeignet.

Muss funkenfreies Werkzeug zertifiziert sein?

Funkenfreies Handwerkzeug unterliegt in der Regel nicht der ATEX-Zertifizierungspflicht, da es als nicht-elektrisches Arbeitsmittel eingestuft wird. Entscheidend ist, dass das Material nachweislich keine zündfähigen Funken erzeugt und die Auswahl auf Basis der Gefährdungsbeurteilung erfolgt.

Wie lange hält ein funkenfreier Hammer?

Das hängt von der Beanspruchung und der Pflege ab. Kupfer-Beryllium-Werkzeuge sind sehr langlebig, sollten aber regelmäßig auf Beschädigungen geprüft werden. Bei sichtbaren Rissen oder Absplitterungen muss das Werkzeug ausgetauscht werden.

Darf ich einen funkenfreien Hammer auch außerhalb von Ex-Zonen nutzen?

Ja, das ist technisch möglich. Aus organisatorischen Gründen empfiehlt es sich jedoch, Ex-Schutz-Werkzeug klar zu kennzeichnen und ausschließlich in den dafür vorgesehenen Bereichen einzusetzen, um Verwechslungen zu vermeiden.

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