Funkenfreie Schraubenschlüssel
(17 Artikel in 426 Ausführungen)Überall dort, wo brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube auftreten können, ist gewöhnliches Stahlwerkzeug ein unterschätztes Risiko. Ein einziger Funke beim Anziehen einer Verschraubung kann in einer Ex-Zone zur Zündquelle werden. Funkenfreie Schraubenschlüssel sind in solchen Umgebungen kein optionales Zubehör, sie sind ein sicherheitstechnisches Muss.
DENIOS bietet funkenfreie Schraubenschlüssel aus bewährten Legierungen für den professionellen Einsatz in der Chemie-, Öl- und Gasindustrie sowie überall dort, wo ATEX-Anforderungen gelten.
- Funkenfreie Schraubenschlüssel
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Funkenfreie Werkzeuge von DENIOS
Die folgenden Abschnitte erklären, worauf es bei der Auswahl funkenfreier Schraubenschlüssel ankommt, welche Materialien wirklich funkensicher sind und welche rechtlichen Anforderungen Betreiber kennen müssen.
Warum funkenfreie Schraubenschlüssel in Ex-Zonen Pflicht sind
Konventionelles Stahlwerkzeug kann beim Aufprall auf Metalloberflächen Reibungsfunken erzeugen. In explosionsgefährdeten Bereichen, wie etwa Tanklagern, Chemieanlagen oder Lackierbereichen, reicht das aus, um eine Explosion auszulösen. Funkenfreie Schraubenschlüssel sind aus Legierungen gefertigt, die bei mechanischem Kontakt keine zündfähigen Funken bilden.
Der Einsatz ist immer dann erforderlich, wenn eine Zoneneinteilung nach ATEX vorliegt, also in Zone 0, 1 oder 2 (Gase/Dämpfe) bzw. Zone 20, 21 oder 22 (Stäube). Die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs legt fest, welche Werkzeuge in welchen Bereichen zulässig sind.
Welche Materialien funkenfreie Schraubenschlüssel funkensicher machen
Die Funkensicherheit hängt direkt vom verwendeten Werkstoff ab. Zwei Legierungen haben sich in der Praxis bewährt:
Berylliumkupfer (BeCu): Hohe Festigkeit, gute Korrosionsbeständigkeit, geeignet für anspruchsvolle mechanische Belastungen. Standardwerkstoff für viele Ex-Schutz-Anwendungen.
Aluminium-Bronze (AlBr): Leichter als Stahl, magnetfrei, beständig gegenüber vielen Chemikalien. Besonders geeignet, wenn Magnetfreiheit eine zusätzliche Anforderung ist.
Beide Materialien sind nach EN 13463-1 und den einschlägigen ATEX-Richtlinien als funkensicheres Werkzeugmaterial anerkannt. Wichtig: Auch funkenfreies Werkzeug muss sauber und frei von Stahlverunreinigungen gehalten werden, anhaftende Stahlpartikel können die Funkensicherheit aufheben.
Welche Ausführungen es gibt und wann welche sinnvoll ist
Funkenfreie Schraubenschlüssel sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich an gängigen Standardwerkzeugen orientieren:
| Ausführung | Typischer Einsatz |
|---|---|
| Maulschlüssel | Allgemeine Verschraubungsarbeiten in Ex-Zonen |
| Ring-Maulschlüssel | Erhöhte Kraftübertragung, beengte Platzverhältnisse |
| Ringschlüssel | Wenn voller Formschluss erforderlich ist |
| Verstellbarer Schraubenschlüssel | Flexible Einsätze bei variierenden Schlüsselweiten |
Ergänzend dazu bietet DENIOS funkenfreie Knarren und Steckschlüssel sowie funkenfreie Spezialschlüssel für besondere Anwendungen. Wer ein komplettes Ex-Schutz-Werkzeugset aufbauen möchte, findet im Bereich funkenfreie Werkzeuge das passende Sortiment.
Typische Fehler beim Einsatz von Ex-Schutz-Werkzeug vermeiden
Ein häufiger Fehler in der Praxis: Funkenfreies Werkzeug wird gemeinsam mit Stahlwerkzeug gelagert oder transportiert. Dabei können Stahlspäne auf die Oberfläche des funkenfreien Werkzeugs übertragen werden, mit dem Ergebnis, dass die Funkensicherheit nicht mehr gewährleistet ist.
Weitere Fehlerquellen:
Einsatz von funkenfreiem Werkzeug außerhalb seiner Belastungsgrenzen (Überdrehmoment)
Keine regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen oder Verunreinigungen
Verwechslung mit optisch ähnlichem Edelstahlwerkzeug, das nicht funkensicher ist
Edelstahlwerkzeug ist kein Ersatz für funkenfreies Werkzeug. Edelstahl kann unter bestimmten Bedingungen Funken erzeugen und ist für ATEX-Zonen nicht zugelassen. DENIOS führt beide Produktlinien getrennt, Edelstahl-Werkzeuge für andere Anforderungen, funkenfreie Werkzeuge für Ex-Zonen.
Rechtliche Grundlagen: ATEX, TRGS 720 und Betriebssicherheitsverordnung
Die Pflicht zum Einsatz funkenfreier Werkzeuge ergibt sich aus mehreren Regelwerken:
ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG: Definieren Anforderungen an Geräte und Schutzmaßnahmen in explosionsgefährdeten Bereichen.
TRGS 720 / TRGS 721: Regeln die Beurteilung von Zündgefahren und die Auswahl geeigneter Arbeitsmittel.
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Verpflichtet Arbeitgeber, geeignete Arbeitsmittel bereitzustellen und deren sicheren Einsatz durch Gefährdungsbeurteilung nachzuweisen.
Die Zoneneinteilung des Betriebs ist dabei der Ausgangspunkt. Wer keine aktuelle Zoneneinteilung hat oder unsicher ist, ob funkenfreies Werkzeug erforderlich ist, sollte die Gefährdungsbeurteilung prüfen und ggf. die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit hinzuziehen.
Häufige Fragen (FAQ) zu Funkenfreien Schraubenschlüsseln
Sind funkenfreie Schraubenschlüssel in allen Ex-Zonen vorgeschrieben?
Nicht pauschal, die Pflicht ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung und der Zoneneinteilung des jeweiligen Bereichs. In Zone 0 und Zone 1 ist funkenfreies Werkzeug in der Regel zwingend erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Berylliumkupfer und Aluminium-Bronze?
Berylliumkupfer ist fester und eignet sich für höhere mechanische Belastungen. Aluminium-Bronze ist leichter und magnetfrei, ein Vorteil, wenn Magnetfreiheit eine zusätzliche Anforderung ist (z. B. in der Nähe empfindlicher Messgeräte).
Kann ich funkenfreie Schraubenschlüssel wie normales Werkzeug reinigen?
Ja, aber ohne Stahlbürsten oder Stahlwerkzeug. Stahlpartikel auf der Oberfläche können die Funkensicherheit beeinträchtigen. Reinigung mit Kunststoffbürsten oder geeigneten Reinigungsmitteln empfohlen.
Ist Edelstahlwerkzeug eine Alternative zu funkenfreiem Werkzeug?
Nein. Edelstahl ist für ATEX-Zonen nicht als funkensicheres Material anerkannt und darf dort nicht als Ersatz eingesetzt werden.
Wie erkenne ich, ob mein funkenfreies Werkzeug noch sicher ist?
Regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen, Risse und Verunreinigungen durch Stahlpartikel. Beschädigtes oder kontaminiertes Werkzeug muss ausgetauscht werden.
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